Mögliche Alternativen zur Femto-LASIK: Trans-PRK und LASEK

Schwind Amaris 750S

Kann eine Femto-LASIK aufgrund vorliegender Kontraindikationen (z.B. zu geringe Hornhautdicke) nicht durchgeführt werden, so kann eine Trans-PRK oder LASEK eine sinnvolle Alternative sein.

Der Weg zum Ziel
Während bei der Femto-LASIK das Deckhäutchen mit Hilfe eines hochpräzisen Femtosekundenlasers mitsamt der obersten - wenige Hundertstel mm dicken - Hornhautschicht von der restlichen Hornhaut abgehoben wird, wird bei der LASEK das Deckhäutchen (Epithel) mit einer speziellen Flüssigkeit aufgeweicht und als komplettes Läppchen beiseite geschoben. Nach dem Lasereinsatz wird es wieder als natürlicher Wundverband zurückgeschoben.

Die Trans-PRK unterscheidet sich von der LASEK dadurch, dass das Epithel nicht zur Seite geschoben, sondern vollständig mit dem Laser entfernt wird. Nach erfolgtem Laserabtrag wird das Auge mit einer Kontaktlinse abgedeckt, bis sich das Epithel wieder geschlossen hat. Daraus ergeben sich gegenüber der LASIK eine längere Heilungsphase und eventuell Schmerzen nach der Behandlung.

Das Ergebnis für Ihre Augen
Blickfreiheit dank Augenlaserbehandlung auch bei einer dünnen Hornhaut. Jedoch mit längerer Rehabilitationszeit als bei dem LASIK-Verfahren.

Gut zu wissen
Die PRK ist die erste Methode der refraktiren Chirurgie, sie wurde 1987 als Behandlung zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten mit dem Excimer-Laser eingeführt.

Voraussetzungen für eine LASEK oder Trans-PRK

Die LASEK und Trans-PRK-Behandlung ist bei folgenden Fehlsichtigkeiten möglich und wissenschaftlich anerkannt:

  • Kurzsichtigkeit bis ca. -6 dpt
  • Hornhautverkrümmung bis ca. -5 dpt

Auch individuelle Gründe wie Kontaktlinsen-/Brillenunverträglichkeit  sowie berufliche und persönliche Gründe sind häufig ausschlaggebend.

Oft sind LASEK oder Trans-PRK der einzige Weg zum Leben ohne Sehhilfe, zum Beispiel, wenn eine Femto-LASIK aufgrund einer zu dünnen Hornhaut nicht möglich ist.

Ausschlusskriterien:
Auch wenn Ihre Fehlsichtigkeit im korrigierbaren Bereich liegt, kann die LASEK oder Trans-PRK nicht immer angewandt werden.

Kontraindikationen sind:

  • Unzureichende Hornhautdicke
  • Alter unter 18 Jahren
  • Vorliegen einer Augenerkrankung (z.B. Grauer/Grüner Star)
  • Vorliegen einer Allgemeinerkrankung (z.B. Rheuma, Diabetes)
  • Schwangerschaft bzw. Stillzeit
  • Instabile Refraktionswerte (Fehlsichtigkeit verändert sich laufend, +/- 0,5 dpt. pro Jahr)

Behandlungsablauf Trans-PRK

Dank moderner Laser-Technologie ist auch die Trans-PRK eine reine Laser-Behandlung und somit für den Patienten wesentlich angenehmer.

Mit dem SCHWIND AMARIS 750S Laser lassen sich jetzt berührungsfreie PRK Behandlungen durchführen. Bei der Trans-PRK (Transepithiale Photorefraktive Keratektomie) handelt es sich um eine innovative Weiterentwicklung der gängigen Oberflächenbehandlungen LASEK und PRK.

Dabei wird das Epithel, also die regenerierbare Oberfläche des Auges, nicht mechanisch mit einem stumpfen Instrument, sondern mit dem Laser abgetragen. Das Epithel lässt sich präziser und einfacher als beim manuellen Abtrag entfernen.

Die Entfernung des Epithels und die eigentliche Laserbehandlung werden in einem Schritt durchgeführt. Dies verkürzt die gesamte Behandlungszeit deutlich, minimiert das Risiko einer Hornhaut-Austrocknung und vermeidet Überkorrekturen.

Schritt 1
Die oberste Hornhautschicht, das Epithel, wird mit dem Excimer Laser entfernt.

Schritt 2
Der Excimer Laser korrigiert die Fehlsichtigkeit.

Schritt 3
Nach dem Lasereinsatz wird der gelaserte Bereich zum Schutz mit einer Kontaktlinse (Verbandlinse) bedeckt, bis sich das Epithel wieder geschlossen hat. Das dauert in der Regel drei Tage, danach wird die Kontaktlinse entfernt.

Da die Wundfläche kleiner ist als bei der manuellen PRK, ist der Heilungsprozess schneller.

Animation zur Veranschaulichung der Trans-PRK

Behandlungsablauf LASEK

Die gesamte Augenlaser-Behandlung ist für Sie vollkommen schmerzfrei- in allen Phasen!

Schritt 1
Im Gegensatz zum LASIK-Verfahren wird bei der LASEK das Deckhäutchen (Epithel) mit einer speziellen Flüssigkeit aufgeweicht. Das Epithel kann dadurch mit einem speziellen, kleinen Spatel als komplettes Läppchen beiseite geschoben werden.

Schritt 2
Nun kommt der Excimer-Laser zum Einsatz. Dieser trägt im schmerzunempfindlichen Hornhautgewebe einen vorab exakt berechneten Gewebeanteil ab. Damit ist Ihre Fehlsichtigkeit korrigiert und Ihre Sehhilfen gehören der Vergangenheit an.
Schritt 3
Nach dem Lasereinsatz wird das Epithel wieder zurückgeschoben und mit einer Schutzlinse abgedeckt. Diese wird in der Regel nach drei Tagen wieder entfernt.

Da mit der Trans-PRK ein wesentlich komfortableres Verfahren zur Verfügung steht, entscheidet sich die Mehrheit der Patienten für diese Behandlungsmethode, sofern sie nicht für die LASIK geeignet ist.

Nach der LASEK oder PRK-Behandlung

Im Anschluss an die Behandlung gönnen wir Ihnen etwas Ruhe, nach ca. 30 Minuten folgt dann die erste Nachkontrolle.

Dr. Haug wird Ihnen die Anwendung der Medikamente erklären und wichtige Verhaltenshinweise mit auf den Weg geben.

Zuhause sollten Sie die Augen möglichst geschlossen halten. Vermeiden Sie zu kneifen und die Augen zu reiben.

Nach dem Eingriff ist es möglich, dass Sie Schmerzen am gelaserten Auge haben. Die ausgehändigten Medikamente enthalten deshalb auch Schmerz- und Schlafmittel, die Sie bei Bedarf einnehmen können. In der Zeit bis zum völligen Epithelschluss (in der Regel drei Tage nach der Behandlung) bleibt die nach dem Eingriff eingesetzte Schutzlinse permanent im Auge. Am vierten Tag wird die Linse entfernt, danach nimmt die Sehkraft kontinuierlich zu.

In der Regel finden die Nachkontrollen in folgenden Abständen statt:

  • Nach 1 Woche
  • Nach 6 bis 12 Wochen
  • Nach 1 Jahr

High-Tech ist für den Erfolg der Behandlung von sehr großer Bedeutung.

Wir veranstalten regelmäßig unverbindliche Informationsabende zum Thema Augenlaser-Behandlung.

Wir bieten unseren Patienten die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der Augenlaser-Behandlung.